Im Jahr 2011 spielten wir mit "Worte grenzen meine Welt" eine Eigenproduktion als Textcollage auf der Basis eigener und fremder Texte. Das Stück beschreibt eine Art Fortsetzung unseres vorigen Stückes "Wie ein anderer", beide Stücke sind thematisch und von der Spielweise her Geschwister.
Mit „Worte grenzen meine Welt“ - Vom Spracherwerb zum Sprachverlust unternehmen wir den Versuch, der nicht endenden Frage nachzugehen: „Wer sind wir?“ oder auch „Wer sind wir noch, wenn uns unsere Sprache abhandenkommt?“ Hierbei kommt dem „Wort“ als Ausdruck des menschlichen Bewusstseins die zentrale identitätsstiftende Bedeutung zu. Die Kollage basiert auf selbst verfassten literarischen und biographischen Texten, aus Texten des Alten und Neuen Testamentes, aus Auszügen aus Goethes Faust I und II sowie aus Gedichten und Liedern. „Worte grenzen meine Welt“ setzt auf einer Zentralbühne im direkten Kontakt zum Publikum mit Mitteln des Tanz- und Bewegungstheaters die Spannbreite von nachdenklichen bis satirisch-komischen Texten in Szene. Wir spielen im Schultheater erstmals generationenübergreifend, die Oma von Anna wirkte auf der Bühne mit, leider ist Dorothea Wüller am 3.10.2011 verstorben. Ihr Text, ein Gedicht Hilde Domins, die sie besonders liebte, bildete die Pointe unseres Stückes:
Rückzug
Ich bitte die Worte zu mir zurück
Ich locke alle meine Worte
Die hilflosen
Ich versammle die Bilder
Die Landschaften kommen zu mir
Die Bäume die Menschen
Nichts ist fern
Alle versammeln sich
So viel Helle
Ich ein Teil von allem
kehre mit allem
in mich zurück
und verschließe mich
und gehe fort
aus der blühenden Helle
dem Grün dem Gold dem Blau
in das Erinnerungslose
"Worte grenzen meine Welt" wurde insgesamt 13 Mal gespielt. Wir waren mit dem Stück auf der MASKERADE in Düsseldorf und bei der Theaterwoche Korbach zu Gast.
In diesem Jahr sind wir darüber hinaus mit einem Teil der SchülerInnen um den 21.09.2011, dem Welt-Friedenstag, für eine knappe Woche zu einem Vorbereitungstreffen von bina mira mit einem Kleinbus 1500 km nach Zrenjanin in Serbien gefahren. Unterbringung in Familien und sehr nette Begegnungen mit den Jugendlichen der örtlichen Gruppe CEKOM, mit Svetlana Tucakov und Svetlana Rackov, prägten das Treffen. Ein Theaterworkshop und offizielle Begegnungen ergänzten das Treffen. Mit von der Partie auf der organisatorischen Seite waren Karl Heinz Jussen, Jürgen Hohlfeld und Ursula Best. Im nächsten Jahr soll bina mira in Banja Luka, im serbischen Teil Bosnien-Herzegowinas stattfinden.
Im Jahr 2011 spielten wir mit "Worte grenzen meine Welt" eine Eigenproduktion als Textcollage auf der Basis eigener und fremder Texte. Das Stück beschreibt eine Art Fortsetzung unseres vorigen Stückes "Wie ein anderer", sie sind thematisch und von der Spielweise her Geschwister.