Die Deregulierung der internationalen Finanzmärkte, die gebetsmühlenartig propagierte neoliberale Parole „Privat vor Staat“ haben zu maßloser Selbstbereicherung einzelner auf Kosten aller geführt. Brechts „Heilige Johanna der Schlachthöfe“ liegt da als Stückvorlage nahe, da er sich in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts schon mit den sich wiederholenden destruktiven Praktiken des Kapitalismus auseinandersetzte. Als weitere wesentliche Ursache der derzeitigen globalen Finanzkrise sind auch die Korruption der Religion mit der Macht zum Zweck der Systemstabilisierung zu nennen, die sich mit Brechts Stück zeitlos aktuell auf die Bühne bringen lassen. Wir spielen unser Stück auf einer kreuzförmigen Stahlkonstruktion, die Bühne erinnert an eine Kreuzbasilika.
Text: Zusammenschnitt aus Bertolt Brechts „Heilige Johanna der Schlachthöfe“; BibelMusik: Die Elenden sollen essen, Cantata BWV 75, Johann Sebastian Bach; „Heal the world“, Michael Jackson; „Sympathy“, Steve Rowland; „Es ist noch Suppe da!” und „When the saints go marching in“, Traditionals.
Zur Gruppe: Die Gruppe existiert seit 1991/92. Sie setzt sich zusammen aus Mitgliedern eines jahrgangsübergreifenden Literaturkurses 11-13 des technischen Gymnasiums der Mies-van-der-Rohe-Schule Aachen, eines Berufskollegs für Technik, und aus an der Theater-Technik-Arbeit Interessierten, die bei uns gerne ihre Freizeit verbringen.
Plakat, Fotos und Video: Wilfried Schumacher Bühnenbild: Wilfried Schumacher, Jens Richardt und die Technik Maske: Julia Ugrinoski, Andrea Völcker Programmheft: Lukas Friese
Schauspiel: Lars Aelmanns, Patrik Achtelik, Felicitas Carls, Sascha Duda, Andreas Eichler, Sven Fritzsche, Toby Hess, Andrea Huppertz, Sabrina Huppertz, Simone Jung, Kilian Kean, Udo Koehl, Daniel Mertens, Tobias Näthke, Till Neukamp, Sören Prahl, Julia Ramakers, Manuel Tschernik,
Technik: Sascha Baltussen, Marco Blaumann, Andreas Bündgens, Dimitrios Madis, Sven Engels, Lukas Friese , Raphael Groß, Michael Köhlbach, Kurtay Kurtulus, Arne Linnekamp, Luca Manzoni, Vitus Pesch, Marius Reyer, Jens Richardt (Leiter), Sebastian Schmitz, Wilfried Schumacher, Christoph von Oy, Manuel Wassen.
Dramaturgie und Regie: Eckhard Debour, Fredrik Jan Hofmann