rohestheater Aachen
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Der nackte Mensch - open source
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Friedrich Schiller - „Kabale und Liebe?“
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Friedrich Schiller - „Kabale und Liebe?“
2017/2018
Friedrich Schiller - „Kabale und Liebe?“
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Worte grenzen meine Welt
2017/2018
Friedrich Schiller - „Kabale und Liebe?“
2017/2018
Friedrich Schiller - „Kabale und Liebe?“
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Worte grenzen meine Welt
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Picasso
Wie man Wünsche beim Schwanz packt
2019/2020
Der nackte Mensch - open source
„Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen, nichts, nicht wir selbst!“
(Georg Büchner, Dantons Tod)

Das rohestheater hat sich in diesem Jahr entschieden, erneut eine Eigenproduktion zu entwickeln und sich mit ihr dem heute alles dominierenden Thema der Digitalisierung zuzuwenden. Der Titel „Der nackte Mensch – open source“ verweist auf den Hintergrund unserer Materialsuche.

Im WDR 5 konnte man im Frühjahr 2019 einen dreiteiligen Podcast des Bayrischen Rundfunks mit dem Titel „Der nackte Mensch“ hören, der dazu angeregt hat, sich mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft und den aus ihr weltweit resultierenden Überwachungsoptionen durch das Preisgeben und Sammeln von Daten zu beschäftigen. Ein Theaterstück auf der Basis eines Podcast zu entwickeln, also eines Hörspiels mit dokumentarischem Inhalt, ist eine Herausforderung, der wir uns bisher im rohestheater so noch nicht gestellt haben.

2019 bekamen wir dann zudem die Gelegenheit bei der Theaterwoche Korbach einer Gesichts- und Kopfanalyse eines Seminars zur Phrenologie beiwohnen zu dürfen, auch hieraus ist uns Material für unsere neue Produktion erwachsen.

Das eine hat nun mit dem anderen durchaus etwas zu tun, da die Programmierung der Algorithmen durch KI natürlich auf Vorstellungen und Vorurteilen der Programmierer (*innen?) beruhen. Und da das dann so elegant technisch daherkommt, glauben wir ihnen und halten die Ergebnisse der Daten sammelnden Rechner und die von ihnen erstellte Aus- und Errechenbarkeit des Menschen für nahezu „objektiv“.

Hier setzt unser Theaterstück an, unterfüttert mit literarischen Versatzstücken und Songs haben wir versucht ein Potpourri von Szenen zu entwickeln, die das Publikum vor die Herausforderung stellt, sich beim Zuschauen (s)einen roten Faden zu suchen.

Eckhard Debour