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Zu 1914-2014 HURRA

Die Geschichte von 1914 – 2014 HURRA begann während der Theaterwoche Korbach 2013. Axel Mertens, der Spielleiter der Schultheatergruppe pocomania aus Grevenbroich und ich haben sich aus Anlass des kommenden Gedenkjahres 2014 zusammengesetzt und ausgemacht, dass das rohestheater und pocomania jeweils zum 1. Weltkrieg parallel ein Theaterstück entwickeln werden, da im kommenden Jahr über den Weltfriedenstag, also am 21.09.2014 das vom rohestheater und dem Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit e.V. gegründete und organisierte Friedenstheaterfestival bina mira stattfinden wird. Hierzu fuhren wir mit unseren Schülern im September nach Odzak in Bosnien zum Vorbereitungstreffen. Gemeinsam gaben wir dort eine Theaterwerkstatt zum Thema „1914 / 2014 – 100 Jahre Weltkrieg“, die auch den Ausgangspunkt für unsere jeweiligen Produktionen bildete. Die Werkstatt fand überwiegend im Freien und auf der Straße statt und hatte zum Abschluss dort auch eine abendliche Theaterperformance. Die bosnischen und deutschen Jugendlichen kamen aus den verschiedenen Gruppen und die zentrale Verständigung war in Englisch.

Danach besuchten Teile unserer Gruppen gemeinsam die Schützengräben in Ypern und entwickelten das jeweilige Stück, pocomania …als wär’s ein Stück von mir und wir 1914 – 2014 HURRA. Beide setzten sich auf der Basis von Feldpostbriefen mit dem 1. Weltkrieg auseinander, wir weiteten das Thema mit Feldpostbriefen der jüngsten deutschen Kriegsgeschichte auf die Gegenwart hin aus. Beide kamen in Berlin in die Endrunde und pocomania erhielt den Zuschlag auf dem Theatertreffen der Jugend zu spielen. Während beide Produktionen in Korbach jeweils Anfang und Ende des Festivals bildeten, erhielt das rohestheater noch die Einladung zum Landesschülertheatertreffen Maulhelden in Düsseldorf, wo wir weitere sehr gute nordrhein-westfälische Theaterproduktionen zu sehen bekamen. Den Abschluss unserer Spielsaison und vielleicht auch seinen Höhepunkt bildete dann das vom rohestheater mit organisierte internationale Friedenstheatertreffen bina mira. Hier begegneten sich über eine Woche hin 120 Jugendliche und junge Erwachsenen aus Bosnien, Serbien, Deutschland und Frankreich (4 Schüler und 2 Kolleginnen unserer Partnerschule aus Reims) in Theaterwerkstätten zum Thema 1914 . 2014. Gegenseitig zeigten sie sich ihre Produktionen und diskutierten miteinander darüber in anschließenden Nachgefragt- Runden. Da im Stadttheater zur Eröffnung das Stück von pocomania nicht nachbesprochen werden konnte fand auf unserer aus angebrannten Bohlen gebauten „Schützengrabenbühne“ die gemeinsame Besprechung unserer Stücke statt, die aufgrund der z.T. kriegsbetroffenen Teilnehmer aus Bosnien eine besondere Dichte hatte. Ein schöner und sinnträchtiger Abschluss von einem gemeinsamen Theaterjahr.

1914 – 2014 HURRA wurde insgesamt 17 Mal aufgeführt, so oft, wie kaum ein anderes Stück, und wir hätten es aufgrund der nicht nachlassenden Nachfrage sicherlich noch öfter spielen können.

In der Co- Regie arbeiteten Sarah Mertes, die während der Spielzeit den kleinen Bosse zur Welt brachte, und erneut Elena Hackbarth mit. Bei allen dreien wollen wir uns hier noch einmal ganz herzlich bedanken!